SIPRI-Bericht: Weltweite Rüstungsausgaben steigen

es ist das elfte Jahr in Folge mit steigenden globalen Rüstungsinvestitionen, die durch anhaltende Kriege und geopolitische Krisen angetrieben werden. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI).

Vereinigte Staaten weiterhin Spitzenreiter bei Verteidigungsausgaben

Zwar sind die Vereinigten Staaten weiterhin Spitzenreiter bei den Verteidigungsausgaben, ihre Ausgaben sind jedoch entgegen dem globalen Trend zurückgegangen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass zeitweise keine neuen Militärhilfen für die Ukraine beschlossen wurden. In Europa stiegen die Ausgaben dagegen deutlich um 14 Prozent.

EU investiert stärker in die eigene Verteidigung

Die Ukraine investierte dem Bericht zufolge stark in die eigene Verteidigung, während europäische Partner ihre Unterstützung ausweiteten und zugleich stärker in die eigene Verteidigung investierten, nachdem die US-Hilfen zurückgegangen waren.

Deutschland auf Platz vier der Länder mit höchsten Militärausgaben

Deutschland verzeichnete dabei ein Plus von 24 Prozent. Dies ist laut SIPRI-Experten einerseits auf die wahrgenommene Bedrohung durch Russland und andererseits auf das wachsende Desinteresse der USA an der NATO zurückzuführen. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland damit auf Platz vier der Länder mit den höchsten Militärausgaben.

Weiterhin steigende Militärausgaben erwartet

Die SIPRI-Friedensforscher erwarten weltweit weiter steigende Militärausgaben. Auch das Minus in den USA dürfte laut SIPRI nur vorübergehend sein, unter anderem wegen des anhaltenden Kriegs mit Iran und geplanter US-Verteidigungsausgaben von bis zu 1,5 Billionen Dollar im Haushalt 2027.


Links:

SIPRI-Factsheet

Trump will Militärausgaben drastisch erhöhen

Quellen:

Stockholm International Peace Research Institute

Tagesschau.de