Überblick über die aktuellen handelspolitischen Schutzmaßnahmen (insb. Antidumpingzölle)
Das Erheben von Antidumpingzöllen soll unfaire Handelspraktiken unterbinden und den fairen Wettbewerb innerhalb der Europäischen Union schützen. Im Folgenden wird ein Überblick über die neuen Entwicklungen über die handelspolitischen Schutzmaßnahmen gegeben.
Am 3. Februar 2025 veröffentlichte die Europäische Union im Amtsblatt C eine Bekanntmachung über das bevorstehende Auslaufen bestimmter Antidumpingmaßnahmen. Betroffen ist bestimmtes schwergewichtiges Thermopapier aus der Republik Korea, auf die mit der Durchführungsverordnung (EU) 2020/1524 Antidumpingzoll erhoben wurde. Betroffen waren die KN-Codes ex 4809 90 00, ex 4811 59 00 und ex 4811 90 00 (TARIC-Codes 4809900020, 4811590020 und 4811900020).
Weiterhin sind bestimmte zubereitete oder haltbar gemachte Zitrusfrüchte aus der Volksrepublik China, auf die mit der Durchführungsverordnung (EU) 2020/1534 Antidumpingzoll erhoben wurde, betroffen. Dabei handelt es sich um die KN-Codes 2008 30 55, 2008 30 75 und ex 2008 30 90 (TARIC-Codes 2008309061, 2008309063, 2008309065, 2008309067 und 2008309069).
Quellen:
EUR-Lex - 52025XC00680 - EN - EUR-Lex
EUR-Lex - 52025XC00862 - EN - EUR-Lex
Am 30. März 2025 wurde im Amtsblatt der Europäischen Union L 94 eine Berichtigung zur Durchführungsverordnung (EU) 2025/74 der Kommission vom 13. Januar 2025 veröffentlicht. Diese Verordnung führte einen vorläufigen Antidumpingzoll auf Lysinimporte mit Ursprung in der Volksrepublik China ein. Dabei wurden die betroffenen KN-Codes korrigiert. Betroffen sind damit die KN-Codes ex 2309 90 31, ex 2309 90 96 und 2922 41 00 (TARIC-Codes 2309 90 31 51, 2309 90 31 59, 2309 90 31 61, 2309 90 31 69, 2309 90 96 51, 2309 90 96 59, 2309 90 96 61, 2309 90 96 69).
Quelle:
EUR-Lex - 32025R0074R(01) - EN - EUR-Lex
Die Europäische Kommission hat am 10. Februar 2025 die Durchführungsverordnung (EU) 2025/260 erlassen, die die zollamtliche Erfassung von Einfuhren von geschmolzenem Aluminiumoxid (auch bekannt als Schmelzkorund) mit Ursprung in der Volksrepublik China anordnet.
Diese Maßnahme wurde im Rahmen eines Antidumpingverfahrens eingeführt, das am 21. November 2024 eingeleitet wurde, um mögliche Dumpingpraktiken chinesischer Hersteller zu untersuchen. Die zollamtliche Erfassung ermöglicht es den Behörden, rückwirkend Antidumpingzölle auf diese Importe zu erheben, sollte festgestellt werden, dass Dumpingpraktiken vorliegen. Betroffen sind in die Union getätigten Einfuhren von geschmolzenem Aluminiumoxid, der derzeit unter den KN-Codes 2818 10 11, 2818 10 19, ex 2818 10 91 und 2818 10 99 (TARIC-Codes 2818 10 91 20, 2818 10 91 90) eingereiht wird. Nicht der zollamtlichen Erfassung unterliegen Einfuhren von künstlichem Korund, der derzeit unter dem TARIC-Code 2818 10 91 30 eingereiht wird (d. h. Sinterkorund mit mikrokristalliner Struktur, bestehend aus Aluminiumoxid (CAS RN 1344-28-1) und Magnesiumaluminat (CAS RN 12068-51-8) mit einem Gehalt (berechnet als Oxid) an Aluminiumoxid von 92 GHT oder mehr, jedoch nicht mehr als 94 GHT, und Magnesiumoxid von 7 GHT (± 1 GHT)).
Quelle:
Durchführungsverordnung - EU - 2025/260 - EN - EUR-Lex
Die Durchführungsverordnung (EU) 2025/261 der Kommission vom 10. Februar 2025 führt einen endgültigen Antidumpingzoll auf Importe von Biodiesel mit Ursprung in der Volksrepublik China ein. Betroffen sind Einfuhren von durch Synthese und/oder Hydrotreating gewonnenen Fettsäuremonoalkylestern und/oder paraffinischen Gasölen nichtfossilen Ursprungs, gemeinhin als „Biodiesel“ bezeichnet, in Reinform oder als Mischung, mit Ursprung in der Volksrepublik China eingeführt, die derzeit unter den KN-Codes ex 1516 20 98 (TARIC-Codes 1516 20 98 21, 1516 20 98 22, 1516 20 98 23, 1516 20 98 29, 1516 20 98 31, 1516 20 98 32 und 1516 20 98 39), ex 1518 00 91 (TARIC-Codes 1518 00 91 21, 1518 00 91 22, 1518 00 91 23, 1518 00 91 29, 1518 00 91 31, 1518 00 91 32 und 1518 00 91 39), ex 1518 00 95 (TARIC-Codes 1518 00 95 10, 1518 00 95 11 und 1518 00 95 19), ex 1518 00 99 (TARIC-Codes 1518 00 99 21, 1518 00 99 22, 1518 00 99 23, 1518 00 99 29, 1518 00 99 31, 1518 00 99 32 und 1518 00 99 39), ex 2710 19 42 (TARIC-Codes 2710 19 42 21, 2710 19 42 22, 2710 19 42 23, 2710 19 42 29, 2710 19 42 31, 2710 19 42 32 und 2710 19 42 39), ex 2710 19 44 (TARIC-Codes 2710 19 44 21, 2710 19 44 22, 2710 19 44 23, 2710 19 44 29, 2710 19 44 31, 2710 19 44 32 und 2710 19 44 39) ex 2710 19 46 (TARIC-Codes 2710 19 46 21, 2710 19 46 22, 2710 19 46 23, 2710 19 46 29, 2710 19 46 31, 2710 19 46 32 und 2710 19 46 39), ex 2710 19 47 (TARIC-Codes 2710 19 47 21, 2710 19 47 22, 2710 19 47 23, 2710 19 47 29, 2710 19 47 31, 2710 19 47 32 und 2710 19 47 39), 2710 20 11 , 2710 20 16 , ex 3824 99 92 (TARIC-Codes 3824 99 92 10, 3824 99 92 11, 3824 99 92 13, 3824 99 92 14, 3824 99 92 15, 3824 99 92 16 und 3824 99 92 19), 3826 00 10 und ex 3826 00 90 (97) (TARIC-Codes 3826 00 90 11, 3826 00 90 12, 3826 00 90 13, 3826 00 90 19, 3826 00 90 31, 3826 00 90 32 und 3826 00 90 39) eingereiht werden, ausgenommen nachhaltige Flugkraftstoffe, die den Anforderungen der Standardspezifikation ASTM D7566-22 für Turbinenkraftstoffe mit synthetischen Kohlenwasserstoffen entsprechen, die derzeit unter den KN-Codes ex 2710 19 42 (TARIC-Zusatzcode 89FT), ex 2710 19 44 (TARIC-Zusatzcode 89FT), ex 2710 19 46 (TARIC-Zusatzcode 89FT), ex 2710 19 47 (TARIC-Zusatzcode 89FT), ex 2710 20 11 (TARIC-Zusatzcode 89FT) und ex 2710 20 16 (TARIC-Zusatzcode 89FT) eingereiht werden.
Quelle:
Durchführungsverordnung - EU - 2025/261 - EN - EUR-Lex
Die Durchführungsverordnung (EU) 2025/266 der Kommission vom 12. Februar 2025 berichtigt die Durchführungsverordnung (EU) 2025/45, die einen endgültigen Antidumpingzoll auf die Einfuhren von mobiler Zugangstechnik mit Ursprung in der Volksrepublik China eingeführt hat und führt eine Tabelle von nicht in die Stichprobe einbezogenen mitarbeitenden ausführenden Herstellern aus der Volksrepublik China auf.
Quelle:
Durchführungsverordnung - EU - 2025/266 - EN - EUR-Lex
Die Durchführungsverordnung (EU) 2025/291 der Kommission vom 13. Februar 2025 führt einen vorläufigen Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Dekorpapier, das derzeit unter den KN-Codes ex 4802 54 00, ex 4802 55, ex 4805 91 00 und ex 4811 60 00 (TARIC-Codes 4802 54 00 10, 4802 55 15 10, 4802 55 25 10, 4802 55 30 10, 4802 55 90 10, 4805 91 00 10 und 4811 60 00 10) eingereiht wird und folgende Eigenschaften aufweist, ein:
- ein Quadratmetergewicht von 30-150 g, einen Aschegehalt zwischen 5 % und 50 %,
- eine Saughöhe nach Klemm von mindestens 12 mm pro 10 Minuten oder eine Harzaufnahme von 20 % bis 200 %,
- eine Nassfestigkeit von 6 bis 12 Newton (N) je 15 mm,
- eine Luftdurchlässigkeit nach Gurley von 3 bis 80 Sekunden je 100 ml,
- eine Glätte nach Bekk von 20 bis 300,
- in Rollen mit einer Breite von bis zur 300 cm,
- auch vorimprägniert mit einer Kombination aus Latex oder natürlichen Bindemitteln (z. B. Stärke),
- ausgenommen Papiertapeten und ähnliche Wandverkleidungen,
- ausgenommen mit Lösungen aus Melaminharz, Harnstoffharz, Phenolharz oder aus anderen duroplastischen oder thermoplastischen Harzen gesättigtes Papier,
Quelle:
Durchführungsverordnung - EU - 2025/291 - EN - EUR-Lex
Die Europäische Kommission hat am 14. Februar 2025 die Durchführungsverordnung (EU) 2025/309 erlassen, die die zollamtliche Erfassung von Einfuhren von bestimmtem zubereitetem oder haltbar gemachten Zuckermais in Körnern mit Ursprung in der Volksrepublik China anordnet. Betroffen sind Einfuhren von Zuckermais (Zea mays var. saccharata) in Körnern, mit Essig oder Essigsäure zubereitet oder haltbar gemacht, nicht gefroren, und Zuckermais (Zea mays var. saccharata) in Körnern, anders als mit Essig oder Essigsäure zubereitet oder haltbar gemacht, nicht gefroren — ausgenommen Erzeugnisse der Position 2006 —, die derzeit unter den KN-Codes ex 2001 90 30 (TARIC-Code 2001 90 30 10) und ex 2005 80 00 (TARIC-Code 2005 80 00 10) eingereiht werden.
Quelle:
Durchführungsverordnung - EU - 2025/309 - EN - EUR-Lex
Die Europäische Kommission hat am 17. Februar 2025 die Bekanntmachung C/2025/1135 über die Einleitung eines Antidumpingverfahrens betreffend die Einfuhren von Waren aus Endlosglasfaserfilamenten (Glasfaserverstärkungen) mit Ursprung in Bahrain, Ägypten und Thailand erlassen. Diese Untersuchung betrifft Glasstapelfasern mit einer Länge von 50 mm oder weniger, Glasfaserrovings – ausgenommen getränkte und beschichtete Glasfaserrovings mit einem Glühverlust von mehr als 3 % (gemäß ISO-Norm 1887) – und Matten aus Glasfaserfilamenten – ausgenommen Matten aus Glaswolle – (im Folgenden „untersuchte Ware“).
Quelle:
EUR-Lex - 52025XC01135 - EN - EUR-Lex
Die Europäische Kommission hat am 19. Februar 2025 die Durchführungsverordnung (EU) 2025/326 erlassen, die die zollamtliche Erfassung von Einfuhren von Valin mit Ursprung in der Volksrepublik China anordnet. Betroffen sind Einfuhren von Valin und seinen Estern, Salzen dieser Erzeugnisse, als isolierte chemisch einheitliche organische Verbindungen, auch wenn sie Verunreinigungen enthalten, die derzeit unter dem KN-Code 2922 49 85 (TARIC-Code 2922 49 85 87) eingereiht werden.
Quelle:
Durchführungsverordnung - EU - 2025/326 - EN - EUR-Lex
Die Europäische Kommission hat am 20. Februar 2025 die Durchführungsverordnung (EU) 2025/329 erlassen, mit der die der Solo International Oy gewährten Befreiung vom Antidumpingzoll auf wesentliche Fahrradteile widerrufen wird. Dies gilt mit Wirkung vom 7. Oktober 2024. Die Solo International Oy teilte der Kommission mit, dass es am 7. Oktober 2024 Insolvenz angemeldet und seine Montagevorgänge eingestellt habe.
Quelle:
Durchführungsverordnung - EU - 2025/329 - EN - EUR-Lex
Die Europäische Kommission hat am 26. Februar 2025 die Bekanntmachung C/2025/1276 über die Einleitung eines Antidumpingverfahrens betreffend die Einfuhren von bestimmten waren aus Gusseisen mit Ursprung in Indien und der Türkei erlassen. Diese Untersuchung betrifft bestimmte Waren aus Gusseisen mit lamellarem Grafit (Grauguss) oder Gusseisen mit Kugelgrafit (auch bekannt als duktiles Gusseisen) und Teile davon.
Quelle:
EUR-Lex - 52025XC01276 - EN - EUR-Lex
Die Durchführungsverordnung (EU) 2025/393 der Kommission vom 26. Februar 2025 führt einen vorläufigen Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Epoxidharzen mit Ursprung in der Volksrepublik China, Taiwan und Thailand ein. Betroffen sind von Waren mit einem Gehalt von mehr als 35 GHT an Epoxidharzen — auch als Epoxyharze oder Polyepoxide bezeichnet —, bei denen es sich um Polymere oder Vorpolymerisate mit reaktiven Epoxidgruppen auf der Grundlage von Epichlorhydrin und einem aliphatischen oder aromatischen alkoholischen Bestandteil (wie BPA) handelt, fest, halbfest oder flüssig, aller Kategorien, Reinheitsgrade, Molekülgewichte oder -strukturen, auch mit Modifikatoren, Härtern oder Zusatzstoffen — sofern die Härter keine chemische Reaktion eingegangen sind, durch die das Epoxidharz gehärtet oder in eine andere Ware umgewandelt worden wäre, die keine Epoxidgruppen mehr enthält —, die derzeit unter den KN-Codes ex 2910 90 00 , ex 3824 99 92 , ex 3824 99 93 und ex 3907 30 00 (TARIC-Codes 2910 90 00 05, 3824 99 92 96, 3824 99 93 10, 3907 30 00 05, 3907 30 00 20 und 3907 30 00 80) eingereiht sind.
Quelle:





