Europäische Kommission hat die Umsetzung nichtpräferenzieller EU-Ursprungsregeln mit Wirtschaftsbeteiligten erörtert
Der EU-Kommissar für Handel und wirtschaftliche Sicherheit Maroš Šefčovič veranstaltete am 11. Juli 2025 einen strategischen Dialog zur Umsetzung nichtpräferenzieller Ursprungsregeln.
Der nichtpräferenzielle Ursprung (auch handelspolitischer Ursprung genannt) dient der Anwendung von handelspolitischen Maßnahmen im grenzüberschreitenden Warenverkehr, hierzu zählen Antidumping- und Ausgleichszölle, Handelsembargos, Schutzmaßnahmen, mengenmäßige Beschränkungen und Zollkontingente. Eine Ware erreicht den nichtpräferenziellen Ursprung des Landes, in dem sie vollständig gewonnen oder hergestellt oder aber wesentlich be- oder verarbeitet wurde.
Durchführungsdialoge der Kommission
Geladen waren neben Vertreterinnen und Vertretern internationaler Wirtschafts- und Handelsverbände auch führende Unternehmen, insbesondere aus den Bereichen Automobil, Chemie, Landwirtschaft, Energie, Textilien, Stahl und Metall, Lebensmittel und Getränke.
Das Treffen war ein Teil der Durchführungsdialoge der Kommission. Sie sind ein politisches Konsultationsinstrument und dienen der Stärkung des Handels und der europäischen Wettbewerbsfähigkeit durch Steigerung der Effektivität von Maßnahmen und Handelserleichterungen. Hierzu sind die Wahrnehmungen der Wirtschaftsbeteiligten und Interessenträger von zentraler Bedeutung.
Herausforderungen und Möglichkeiten
Erläutert wurden insbesondere aktuelle Herausforderungen bei der Anwendung und konkrete Wege zur Verbesserung von Ursprungsregeln.
Festgestellt wurden Schwierigkeiten aufgrund der Fragmentierung von Rechtsvorschriften und zugehörigem Arbeits- und Verwaltungsaufwand. Es kam ein ausgeprägtes Interesse an Harmonisierung und Vereinfachung zum Ausdruck, ferner sollen sektorspezifische Unterschiede und Unterstützungen für KMU berücksichtigt werden. Betont wurde das Bedürfnis nach Digitalisierung und Standardisierung von Ursprungszertifizierungen; der Austausch von Daten zur Rückverfolgbarkeit der Lieferkette wurde von mehreren Interessenträgern vorgeschlagen. Gefordert wurde außerdem eine enge Koordination der einzelnen beteiligten Generaldirektionen.
Die Rückmeldungen sollen unter anderem bei den laufenden Verhandlungen über den reformierten Unionszollkodex Berücksichtigung finden.
Quellen:
Zusammenfassung der Schlussfolgerungen des Dialogs





